Vorbemerkung

Vorbemerkung: Lesen kann Verstehen fördern. Allerdings nur dann, wenn wir beim Lesen Raum lassen für eigene Fragen. Buddhistische Vorträge und Texte entfalten ihre volle Wirkung erst dann, wenn wir sie als Spiegel nutzen, in dem wir unser eigenes Denken erkennen. Erst wenn wir merken, was wir selbst denken, können wir prüfen, ob unser Denken zu unseren Erfahrungen passt. Es reicht im allgemeinen aus, wenn wir zunächst ein, zwei Bücher, die uns inspirieren gründlich lesen. Einige meiner Lieblingsbücher sind mit einem Sternchen (*) gekennzeichnet.

Wir können zu den Themen, die uns berühren, eigenen Thesen formulieren und sie im Alltag ausprobieren. Wenn wir auf diese Weise unser eigenes Verständnis überprüfen, bleiben wir offen für andere Sichtweisen. (Vgl. Karl Jaspers, Einführung... s.u.)

Eine bekanntes Bild aus der buddhistischen Tradition lautet: Alle Konzepte und Begriffe, alles, was man in Worten denken, schreiben oder sagen kann, ist nur ein Finger, der auf den Mond zeigt. Wir verstehen nicht mehr und nicht besser, wenn wir Finger analysieren, sie miteinander vergleichen und Partei für bestimmte Finger ergreifen. Wenn wir klug sind nutzen wir die Fingerzeige der Lehren und schauen den Mond an. Viel Spaß beim Blick auf den Mond. Eine letzte Bemerkung: Weisheit entsteht, wenn wir uns und andere, Dinge und U
mstände nicht nur aus einer Perspektive betrachten und bewerten können, sondern auch vom Standpunkt anderer Menschen und anderer Traditionen.

Die Literaturliste steht auch auf meiner Homepage und wird dort hin und wieder ergänzt.

Mögen Sie die Bücher finden, die Ihr Herz öffnen und den Geist klären. Mögen Sie eine Weg zum Erwachen finden und gehen.

Jütchendorf
Am Neumond im November 2007

Sylvia Wetzel

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